Ausschreibung: Wissenschaftliche Begleitung – Weiterbildungskonzepte und Qualitätsstandards

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Jugendmigrationsdienste
Dortmund
EUR 80.000 - 100.000
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Jobbeschreibung

Wir suchen ab sofort eine wissenschaftliche Begleitung zur Entwicklung des Curriculums sowie zur Erstellung von Weiterbildungskonzepten und Qualitätsstandards im Modellvorhaben JMD digital-hub.

I. Grundlagen

Das Servicebüro Jugendmigrationsdienste in Bonn (Träger: BAG Ev. Jugendsozialarbeit e.V.) schreibt für den Zeitraum der Projektlaufzeit Leistungen für die konzeptionelle Weiterentwicklung des Modellprojekts JMD digital-hub in Form einer wissenschaftlichen Begleitung aus.

Rund 500 Jugendmigrationsdienste (JMD) bundesweit unterstützen junge Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 27 Jahren durch Beratung, Bildungs- und Freizeitangebote. Einen Schwerpunkt bildet die individuelle Begleitung Jugendlicher auf ihrem schulischen und beruflichen Weg durch sozialpädagogische Beratung und Case Management. Mit dem JMD -Bundesprogramm setzt sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) seit Jahrzehnten für eine bessere Integration junger Menschen ein.

Gefördert wird das Projekt vom europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Beschreibung des Modellvorhaben

Seit fast 20 Jahren beschäftigen sich die Jugendmigrationsdienste mit digitaler Beratung in der JMD -Arbeit. Mit einem klaren Fokus auf die Zielgruppe der 12- bis 27-Jährigen haben die JMD bereits frühzeitig digitale Werkzeuge in ihre Beratungsstrukturen integriert und dabei kontinuierlich innovative Ansätze verfolgt. Diese digitale Reise ist eine Geschichte des Lernens, der Adaption und des Erfolgs – von den Anfängen mit Blended-Learning bis hin zu komplexen Beratungsplattformen und Apps, die heute einen integralen Bestandteil der Beratung darstellen.

Dabei zeigt sich in den JMD eine unterschiedliche Verbreitung und Nutzung digitaler Tools: Während einige Fachkräfte digitale Formate selbstverständlich in ihre Beratungspraxis integrieren, arbeiten andere vorrangig mit analogen Methoden. Diese Vielfalt bietet wertvolle Chancen für den Wissenstransfer und die Weiterentwicklung der Beratungsansätze.

Genau hier setzt das Modellprojekt „ JMD digital-hub“ an: Es schafft eine Struktur, die digitale und analoge Beratung nicht nur ergänzt, sondern gezielt miteinander verknüpft, um eine fließende Übergangsstruktur für Ratsuchende zu schaffen.

Das Projekt verbessert die Zugänge zu Erstintegrationsmaßnahmen des JMD -Programms an 24 Modellstandorten. Zur Erreichung der Ziele des Projekts werden digitale Beratungsangebote im Rahmen eines Blended-Counseling-Konzepts entwickelt und an diesen 24 Modellstandorten umgesetzt.

Zusätzlich zu den digitalen Beratungsangeboten werden Konzepte für virtuelle Gruppenangebote entwickelt und allen JMD -Standorten zur Verfügung gestellt. Dabei spielt der Aufbau von Netzwerken zwischen den JMD -Standorten eine zentrale Rolle, die durch die Bereitstellung einer gemeinsamen Plattform, dem JMD -digital-hub, unterstützt wird. Die Zusammenführung der digitalen Angebote auf dieser Plattform verbessert die Sichtbarkeit und vereinfacht den Zugang zu den Angeboten. Zur Qualitätssicherung und Entwicklung einheitlicher Standards für die digitalen Beratungs- und Gruppenangebote werden passgenaue Weiterbildungen für die JMD -Mitarbeitenden entwickelt und durchgeführt. Begleitend dazu wird eine Informationskampagne durchgeführt, die die Angebote sowohl analog als auch digital bewirbt und darüber hinaus Informationen zu zielgruppenrelevanten Themen veröffentlicht.

Gesucht wird ein Dienstleister, welches das o.g. Projekt wissenschaftlich begleitet.

Ziel der Wissenschaftlichen Begleitung
Die wissenschaftliche Begleitung soll die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von Schulungsansätzen sowie die Entwicklung von Qualitätsstandards für Beratung und Weiterbildung in der (digitalen) JMD -Arbeit unterstützen. Der Fokus liegt auf der Konzeption und Standardisierung didaktischer Ansätze, der Förderung eines nachhaltigen Wissensmanagements sowie der Stärkung von Peer-to-Peer-Austausch und Communities of Practice. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit dem Projektteam ein trägerübergreifendes Weiterbildungskonzept mit definierten Qualitätsstandards zu erarbeiten und zu evaluieren.

Aufgaben der Wissenschaftlichen Begleitung
Die wissenschaftliche Begleitung umfasst die Analyse und Weiterentwicklung bestehender Schulungs- und Beratungskonzepte, insbesondere die Evaluation bestehender Handreichungen und deren Anpassung an digitale Formate sowie die Entwicklung neuer Qualitätsstandards für Beratung und Weiterbildung. In Zusammenarbeit mit dem Projektteam werden ein trägerübergreifendes Qualifikationskonzept erarbeitet und Maßnahmen zur Qualitätssicherung entwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Peer-to-Peer-Austausch und Communities of Practice. Darüber hinaus soll gemeinsam mit dem Projektteam ein nachhaltiges Wissensmanagement-Konzept entstehen, das eine zentrale Wissensdatenbank umfasst. Schließlich werden Lernprozesse und Motivationsfaktoren zur digitalen Transformation analysiert, um die Einführung digital gestützter Beratungsformate in der JMD -Arbeit zu unterstützen.

Erwartete Ergebnisse
Die wissenschaftliche Begleitung soll zur Entwicklung und Sicherstellung trägerübergreifender Qualitätsstandards für die digitale JMD -Arbeit beitragen. Erwartete Ergebnisse sind die Evaluation und Weiterentwicklung von Schulungsformaten, die Erstellung eines Qualifikationskonzepts für digitale Weiterbildung sowie die Definition und Implementierung von Qualitätskriterien für digitale Beratung und Schulungen. Ziel ist die Entwicklung eines Weiterbildungskonzepts mit klaren Qualitätsstandards.
Für die wissenschaftliche Begleitung wird ein Leistungsumfang von bis zu 30 Tagen über die Projektlaufzeit vorgesehen. Die genaue Verteilung erfolgt in Abstimmung mit dem Auftraggeber, orientiert sich an den jeweiligen Projektphasen und kann bedarfsgerecht angepasst werden.
Das begleitende Institut sollte über fundierte Erfahrung in der Entwicklung und Evaluation von Qualitätsstandards für digitale oder hybride Beratungs- und Schulungsformate verfügen. Zudem sind wissenschaftliche Expertise in qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden sowie Kenntnisse im Bereich der Jugendmigrationsdienste oder vergleichbarer Strukturen wünschenswert. Ein besonderer Schwerpunkt sollte auf Digitalisierung, insbesondere Onlineberatung und digital aufsuchende Soziale Arbeit, liegen.

III. Bewerbungsverfahren

Interessierte Auftragnehmer*innen werden gebeten, ein Angebot mit folgenden Inhalten einzureichen:

  • Vorstellung der Einrichtung bzw. der Person
  • Darstellung relevanter Erfahrungen und Referenzen
  • Konzeptioneller Vorschlag zur Umsetzung der Wissenschaftlichen Begleitung
  • Kalkulation der voraussichtlichen Kosten

Die Angebote sind bis zum 16.03.2025 an folgende Kontaktperson zu richten:

Tharane Thananchayen
Projektleiterin JMD digital-hub
BAG Ev. Jugendsozialarbeit e.V. ( BAG EJSA )
Servicebüro Jugendmigrationsdienste
Adenauerallee 12-14, 53113 Bonn
0228 95968 – 17
thananchayen@jugendmigrationsdienste.de

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